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 Chronik des Hauses

In Garsten „Am Platzl“, rechts neben dem  Stiftstor, erhebt sich das dreigiebelige, dem Klosterstil angepasste historische Gebäude. Heute aufgeteilt, war der erste Stock früher ein einziger großer Saal. Teilweise sind die Türstöcke aus der Zeit der Erbauer noch erhalten, ebenso einige Türschlösser und die kunstvollen Wasserspeier am Dach.

Abt Berthold hatte außerhalb des Klosters eine Herberge für die Bewirtung der Gäste für Gotteslohn errichten lassen. Später wurde das Ganze auf eine wirtschaftliche Grundlage gestellt, zunächst in Erbpacht vergeben, die Gäste gegen Entgelt bewirtet. Das Kloster musste mit Speisen, Brot und Fischen beliefert werden. Außerdem diente es zur Abhaltung von Hochzeiten, Brautspiele (Brautversprechen) und Zöhrungen (Totenmahl) und Taufmahle. Auch die Einzahlungen der Untertanen wurden dort vorgenommen.

Erstmals erwähnt wurde das Haus 1481 als sogenannter „Graslhof“. Bauherr des heutigen Gebäudes war Roman Rauscher, Baumeister war der Italiener Francesco Selva. Als Baujahr wird rund 1650 angenommen.